07 / Vorläufige Angabe
des Inhaltes
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7.
Ich habe bereits oben bemerkt, dass die Fragmente aus zwei verschiedenen Hand- schriften stammen, welche zwar beide liturgischen Inhalts waren und dem Ursprange nach höchst wahrscheinlich demselben Zeitalter angehörten, indess doch von verschiedenen Schrei bern herrührten und einen verschiedenen Text enthielten. Ich will nun ihren Inhalt vor- läufig summarisch bezeichnen.
Das erste Fragment enthält zehn sogenannte Světilnen, griechisch Exapostelarien (anorralagiov), d. i. solche kurze Hymnen, welche an Sonn- und Festtagen bei der Mette (slaw, sorpcnn, lat. matutinum) am Schlusse des Kanons gesungen werden, von denen fünf und der Anfang der sechsten nuit 27 Zeilen auf die Vorderseite fallen und vom ersten Schrei- her sind, der Schluss der sechsten und die vier andern aber auf 29 Zeilen die Rückseite einnehmen und vom zweiten Schreiber herrühren. Doch ist das zehnte Exapostelarion nicht ganz auf dem Blatte enthalten, und von denen auf der Vorderseite ist das erste ohne Beihilfe eines correspondirenden Textes aus einer andern Handschrift gar nicht zu entziffern. Die Sonn- und Festtage, zu denen diese Exapostelarien gehören, sind, das Ite unlesbare abgerechnet, folgende: 2) Die h. Mesopentecoste, d. i. Mittwoch nach dem vierten Oster- sonntag (feria quarta hebdomadis quartae post pascha); 3) Die Verklärung Christi, am 6. August; 4) Der Allerheiligensonntag, d. i. der erste Sonntag nach Pfingsten: 5) Der Sonn- tag des Blinden, d. i. der sechste Ostersonntag: 6) Das Fest der Himmelfahrt Christi: T) Das h. Pfingstfest; 8) Die Geburt des h. Johannes des Täufers, am 24. Juni; 9) Das Fest der hh. Petrus und Paulus, am 28. Juni; und 10) Das Fest der Himmelfahrt Maria, am 15.
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August. Von diesen zehn Exapostelarien kann ich bis jetzt nur eins ganz, zwei zur Hälfte und die übrigen gar nicht mit dem entsprechenden Texte, sei es aus griechischen oder aus slawischen Quellen, belegen.
Das zweite Blatt enthält auf beiden Seiten, jede zu 24 Zeilen, einen Theil des Officiums am Passionstage (slaw, coys CтpacTin), nämlich drei Antiphonien, ein Kathisma (CAA) und zwei Makarismen (Gama) und zwar von einer und derselben Hand. Von den drei Antiphonien vermag ich zur Zeit nur die erste mit dem griechischen Originaltexte zu parallelisiren; das Kathisma und die beiden Makarismen hingegen sind in den betreffen- den Kirchenbüchern sowohl griechisch als slawisch vollständig zu finden.